
Les Bois du Bardelet: die Geschichte eines familiengeführten Feriendomizils
Bevor die Ferienanlage Reisende auf der Suche nach den schönsten Seiten des Loiret willkommen hieß, war sie jedoch ein landwirtschaftlicher Betrieb. Ihre Geschichte erzählt von einem Ort, der sich Schritt für Schritt verändert hat und dabei seinen Bezug zur umliegenden Landschaft stets bewahren konnte.
Vom Bauernhof zum Urlaubsziel
Vor mehr als 50 Jahren sah Les Bois du Bardelet noch ganz anders aus als die Ferienanlage, die Besucher heute kennen.
Ursprünglich befand sich hier ein Bauernhof in Poilly-lez-Gien, umgeben von Wäldern, landwirtschaftlichen Flächen und der nahe gelegenen Loire. Später wurde das Gelände in einen Ferienpark mit 40 Plätzen umgewandelt.
Damit begann ein neues Kapitel. Aus dem früheren landwirtschaftlichen Betrieb entwickelte sich nach und nach ein Ort, an dem Gäste die Ruhe der französischen Landschaft genießen konnten.
Etwa zehn Jahre später wurde aus dem Ferienpark ein vollwertiges Feriendomizil. Seit mehr als vier Jahrzehnten begrüßt Les Bois du Bardelet Familien, Paare und Reisende, die ihren Urlaub mitten im Grünen verbringen möchten.
Eine Familiengeschichte über Generationen hinweg
Die Geschichte von Les Bois du Bardelet ist zugleich eine Geschichte der familiären Verbundenheit. Béatrice Pigeon, die heutige Eigentümerin und Leiterin der Anlage, ist die Tochter ihrer Gründerin. Sie führt das Werk ihrer Mutter fort und achtet darauf, den besonderen Charakter des Ortes zu erhalten.

Ihre Arbeit orientiert sich an grundlegenden Werten: Umweltschutz, Familie, Vielfalt und Toleranz. Gebeten, den Campingplatz mit drei Worten zu beschreiben, nennt sie: „Abschalten, Natur, Familie“.
Hinter der entspannten Atmosphäre steckt allerdings auch viel Arbeit. Grünanlagen pflegen, Verbesserungen planen, Unterkünfte modernisieren und neue Angebote entwickeln: All das erfordert das ganze Jahr über Aufmerksamkeit, auch außerhalb der Urlaubssaison.
Manche Projekte benötigen mehrere Jahre bis zu ihrer Umsetzung. Für Gäste bleibt dieser Aufwand häufig unsichtbar, doch er trägt wesentlich dazu bei, die Qualität und Harmonie der Anlage zu bewahren.
Und welcher Ort gefällt Béatrice besonders gut? Das Ufer der Teiche bei Sonnenuntergang, wenn es auf dem Campingplatz ruhig wird und sich das letzte Tageslicht im Wasser spiegelt.
Ein Fünf-Sterne-Campingplatz auf 18 Hektar im Grünen
Seit seinen Anfängen hat sich das Gelände deutlich verändert. Aus dem ursprünglichen Ferienpark mit 40 Plätzen ist ein Fünf-Sterne-Campingplatz auf einem 18 Hektar großen Areal entstanden.
Heute bietet Les Bois du Bardelet insgesamt 245 Plätze und Unterkünfte: 160 Campingstellplätze und 85 Mietunterkünfte. Damit finden sowohl Gäste mit Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil als auch Familien, die den Komfort eines Chalets oder Mobilheims bevorzugen, das passende Angebot.
Während ihres Aufenthalts stehen den Urlaubern unter anderem folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
- großzügige Campingstellplätze mit einer Fläche von meist 100 bis 180 Quadratmetern;
- Chalets und Mobilheime für einen komfortablen Familienurlaub;
- zwei Teiche, von denen einer besonders bei Anglern beliebt ist;
- Außenpools und ein überdachter Wasserspielbereich;
- ein Wellnessbereich mit Spa und Sauna;
- Aktivitäten und ein Kinderclub;
- Angebote für Radfahrer und Gäste, die mit ihrem Hund reisen.
Die Teiche prägen die Atmosphäre der Ferienanlage. Einige Chalets liegen direkt am Wasser, während Angler am Ufer ihr Glück beim Karpfenangeln versuchen können.
Trotz der modernen Einrichtungen bewahrt der Campingplatz seinen ländlichen Charakter. Große Grünflächen, gepflegte Gärten und alte Bäume sorgen dafür, dass die Natur stets im Mittelpunkt steht.

Poilly-lez-Gien: ein Dorf, das von der Loire geprägt wurde
Die Geschichte von Les Bois du Bardelet ist eng mit Poilly-lez-Gien verbunden. Das Dorf liegt am linken Ufer der Loire, etwa fünf Kilometer von Gien entfernt.
Schon in gallorömischer Zeit war die Gegend besiedelt. Der Name des Dorfes könnte auf „Polliacum“ zurückgehen und mit einer erhöhten Straße zusammenhängen, die den Ort einst vor den Überschwemmungen der Loire schützen sollte.
Über Jahrhunderte bestimmten der Fluss, die Landwirtschaft und kleinere Wasserläufe den Alltag der Bewohner. Besonders entlang der Notreure standen früher zahlreiche Mühlen und Waschhäuser.
Im 19. Jahrhundert zählte die Gemeinde 18 Mühlen. Einige dienten der Mehlherstellung, andere zerkleinerten Gestein für die Glasur der Fayencemanufaktur von Gien. Dieses Detail zeigt, wie eng Landwirtschaft, Handwerk und Industrie in der Region miteinander verbunden waren.
Nach Angaben der Gemeinde reichen die Ursprünge der Kirche Saint-Pierre bis ins 12. Jahrhundert zurück. Im 16. Jahrhundert wurde sie teilweise zerstört, anschließend wieder aufgebaut und im 19. Jahrhundert restauriert.
Die Gemeindegeschichte berichtet außerdem, dass Jeanne d’Arc im Jahr 1429 durch Poilly kam. Ein überraschender Hinweis darauf, wie viel Vergangenheit in diesem auf den ersten Blick ruhigen Dorf steckt.
Gien und seine Fayencemanufaktur: über 200 Jahre Handwerkskunst
Nur wenige Kilometer von Les Bois du Bardelet entfernt bietet sich Gien als nächstes Ausflugsziel an.
Die Stadt erstreckt sich entlang der Loire und wird von ihrem Schloss überragt. Uferpromenaden, Brücken und alte Straßen laden zu einem Spaziergang ein, bevor man eine der bekanntesten Traditionen der Region entdeckt: die Herstellung von Fayence.
Die 1821 gegründete Faïencerie de Gien fertigt seit mehr als zwei Jahrhunderten Keramik, die für ihre feinen Dekore bekannt ist. Teller, Tafelservice und dekorative Objekte erzählen von einer Geschichte, in der Kunsthandwerk, Industrie und Kreativität zusammenfinden.
Das Museum befindet sich direkt auf dem Gelände der noch immer aktiven Manufaktur. Dort werden die einzelnen Herstellungsschritte erklärt und historische Sammlungen präsentiert. Je nach Programm sind außerdem Führungen und Workshops möglich.
Der Besuch vermittelt einen spannenden Einblick in das handwerkliche Erbe, das Gien und seine Umgebung bis heute prägt.

Schlösser, Kanäle und Loire-Radwege rund um den Campingplatz
Ein besonderer Vorteil von Les Bois du Bardelet ist seine Lage zwischen der Sologne, dem Loiretal und der Region Berry. Von der Ferienanlage aus lassen sich verschiedene Seiten des Loiret entdecken.
Für Geschichtsinteressierte lohnt sich ein Ausflug zum Château de Sully-sur-Loire. Die von Wassergräben umgebene mittelalterliche Festung ist eng mit Maximilien de Béthune, dem Herzog von Sully und Minister König Heinrichs IV., verbunden.
In Briare eröffnet die berühmte Kanalbrücke einen anderen Blick auf die Vergangenheit der Region. Das zwischen 1890 und 1896 unter Beteiligung des Unternehmens Eiffel errichtete Bauwerk ermöglicht Schiffen die Überquerung der Loire. Die 662 Meter lange Brücke lässt sich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder bei einer Bootsfahrt entdecken. Radfahrer können zudem auf der bekannten Route La Loire à Vélo unterwegs sein. Zwischen Gien und Briare wechseln sich Flussufer, kleine Häfen, Treidelpfade und historische Wasserbauwerke ab.
Die Wälder und Teiche der Sologne ergänzen diese abwechslungsreiche Landschaft. So lassen sich Kultur, Spaziergänge und entspannte Stunden am Wasser während eines Aufenthalts problemlos miteinander verbinden.

Mehr als 50 Jahre Gastfreundschaft und eine Geschichte, die weitergeht
Von den ersten Plätzen auf einem ehemaligen Bauernhof bis zur heutigen Fünf-Sterne-Ferienanlage: Les Bois du Bardelet hat sich über mehr als ein halbes Jahrhundert hinweg weiterentwickelt, ohne seine regionale Verwurzelung zu verlieren.
Die Geschichte des Campingplatzes besteht nicht nur aus modernen Einrichtungen und unterschiedlichen Unterkünften. Sie erzählt ebenso von einer engagierten Familie, sorgfältig gepflegten Landschaften und einer Region, die von ländlichen Traditionen, der Loire und handwerklichem Können geprägt ist.
Bis heute verfolgt der ehemalige Bauernhof ein einfaches Ziel: seinen Gästen einen Ort zu bieten, an dem sie sich wohlfühlen und die Natur sowie die Besonderheiten der Region rund um Gien entdecken können.
Häufig gestellte Fragen zu Les Bois du Bardelet
Wo befindet sich der Campingplatz Les Bois du Bardelet?
Les Bois du Bardelet liegt in Poilly-lez-Gien, nahe der Stadt Gien, im französischen Département Loiret. Die Ferienanlage befindet sich zwischen der Sologne, dem Loiretal und der Region Berry.
Welche Geschichte hat Les Bois du Bardelet?
Das Gelände war ursprünglich ein Bauernhof. Später entstand dort ein Ferienpark mit 40 Plätzen, der sich etwa zehn Jahre danach zu einer Ferienanlage entwickelte. Die Geschichte des Campingplatzes reicht inzwischen über 50 Jahre zurück.
Wer leitet Les Bois du Bardelet?
Die Ferienanlage wird von Béatrice Pigeon geführt. Sie ist Eigentümerin, Leiterin und Tochter der Gründerin. Heute setzt sie die Familientradition fort und legt besonderen Wert auf Natur, Gastfreundschaft und Familienurlaub.
Welche Sehenswürdigkeiten befinden sich in der Nähe?
Zu den Ausflugszielen gehören Gien und das Museum seiner Fayencemanufaktur, das Château de Sully-sur-Loire, die Kanalbrücke von Briare sowie der Loire-Radweg La Loire à Vélo. Auch die Wälder, Teiche und Dörfer der Sologne laden zu abwechslungsreichen Unternehmungen ein.
Welche Aktivitäten bietet der Campingplatz?
Les Bois du Bardelet verfügt über Swimmingpools, einen überdachten Wasserspielbereich, zwei Teiche, einen Wellnessbereich und Angebote für Kinder. Gäste können außerdem angeln, in einem Chalet übernachten oder die großzügigen Stellplätze mitten im Grünen genießen.


